Nebenjob im Studium – was ist möglich?

Ende des Monats und schon wieder nur Nudeln mit Ketchup? Viele Studenten bekommen keine bis wenig finanzielle Unterstützung vom Staat oder den Eltern. Daher muss an jeder Stelle gespart werden oder ein Job muss her. Aber Job und Studium? Ist das zeitlich überhaupt machbar? Was kann ich machen? Was darf ich machen?

Welchen Job du als Student machen kannst

Als erstes gibt es natürlich die klassischen Nebenjobs und Aushilfsstellen im Einzelhandel, der Gastronomie oder als Hilfskraft in Büros. Viele Arbeitgeber, die Aushilfsstellen besetzen, beschäftigen gerne Studenten. Hier bist du häufig zeitlich flexibel. Diese Stellen werden oft in den gängigen Jobportalen ausgeschrieben oder es wird per Aushang an den Geschäftsräumen geworben. Also ständig die Augen offen halten um deinen Job zu finden.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Werkstudentenstelle. Als Werkstudent kannst du nur arbeiten, wenn du an einer Hochschule eingeschrieben bist. Hier arbeitest du im Fachgebiet deines Studiums und kannst erste Erfahrungen sammeln. Zusätzlich hast du natürlich einen Pluspunkt für deinen Lebenslauf, da du nicht nur theoretisch in der Uni lernst sondern auch gleichzeitig dein Wissen in der Praxis anwenden kannst. Vielleicht kannst du dich sogar in Unternehmen beweisen und bekommst die Chance auf eine Anstellung nach dem Studium.
Als Werkstudent darfst du maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit darfst du deine Tätigkeit sogar 40 Stunden in der Woche ausüben.

Viele Unis bieten Stellen als Studentische Hilfskraft an. Bei diesem Job arbeitest du direkt an deiner Uni und hilfst bei der Organisation und Verwaltung, unterstützt bei Forschungsprojekten oder kannst sogar im Marketing mitmischen. Also hast du auch hier die Möglichkeit, das Wissen aus deinem Studiengang gleichzeitig praktisch anzuwenden. Dazu kommt der Vorteil von flexiblen Arbeitszeiten und des Ortes. Du kannst beispielsweise auch Freistunden sinnvoll nutzen und zwischen zwei Vorlesungen einige Stunden arbeiten.

Wie viel du arbeiten darfst

Als Werkstudent hast du die oben genannte 20 Stunden Regelung. In allen weiteren Jobs gilt dies auch. Zumindest solange du das Studium als deinen Hauptberuf angibst. Arbeitest du mehr Wochenstunden, bist du hauptberuflich Arbeitnehmer und machst das Studium nebenberuflich. Wieviel du arbeiten willst und kannst, ist natürlich jedem selbst überlassen. Allerdings sind die meisten Studiengänge als Vollzeit-Studium ausgelegt und sind demnach auch so zeitintensiv wie ein Vollzeit-Job. Pass also unbedingt auf, dass dein Erfolg im Studium nicht unter dem Job leidet.

Wie viel du verdienen darfst

Die meisten Studenten arbeiten in einem Mini-Job. Hier darfst du bis zu 450 € im Monat verdienen und bist von Steuern und Sozialabgaben befreit. Verdienst du regelmäßig mehr, musst du Steuern zahlen. Arbeitest du nur in den Semesterferien gilt deine Arbeit als zeitlich begrenzt. Hier kannst du in Vollzeit arbeiten, zahlst aber trotzdem keine Sozialabgaben. Aber Achtung: nur solange du im Durchschnitt auf das ganze Jahr gerechnet unter 450 € pro Monat verdienst

Auf was du sonst achten solltest

Ein Job neben dem Studium ist immer eine zusätzliche zeitliche Belastung. Plane also vorher genau deine Zeit. Rechne, wie viel Zeit du aktuell für dein Studium investierst oder investieren musst und wie viel Zeit übrig bleibt. Und vergiss dabei nicht, dass auch jeder etwas Freizeit benötigt.

am 3. Mai 2019 von

studygood Magazin

Gegründet im Januar 2019. Redaktioneller Teil unseres Startups.

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Quellenangaben:

Titelbild: Liam Anderson © Pexels.com

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